Bremens architektonisches Juwel zwischen Marktplatz und Weser

Eine der besonderen Sehenswürdigkeiten der Bremer City ist die berühmte Böttcherstraße. So heißt das kleine Verbindungssträßlein zwischen Marktplatz und Weser, in der früher die Fassmacher lebten, die so genannten Böttcher (von Bottich = Fass). Die liebevoll und aufwändig um- und erbauten Häuser im Stilmix von Art Déco und Backsteinbauweise üben einen ganz besonderen Charme aus.

Der ehemals verfallene Straßenzug wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom Bremer Kaffeekaufmann Ludwig Roselius (1874 - 1943) nach und nach aufgekauft und als architektonisch außergewöhnliches Ensemble gestaltet. Ludwig Roselius war als Erfinder des entkoffeinierten Kaffees und als Gründer von Kaffee HAG zu Reichtum gelangt. Er wollte mit der Böttcherstraße die niederdeutsche Kultur in Sprache, Kunst und Kunsthandwerk in den Mittelpunkt stellen. In dieser Tradition ist heute die Bremer Bonbon Manufaktur mit ihrem alten Handwerk des Zuckerkochens in der Nachbarschaft von Ateliers und Kunsthandwerkerläden, dem Paula-Modersohn-Becker-Museum sowie Fachgeschäften zu Hause. Sie finden die Bremer Bonbon Manufaktur im Handwerkerhof, einem kleinen Innenhof direkt beim Sieben-Faulen-Brunnen des Architekten und Bildhauers Bernhard Hoetger (1874 - 1949), der auch an der Neugestaltung der Böttcherstraße beteiligt war.